Pflanzenproduktion

Wir bewirtschaften etwa 1.500 ha landwirtschaftliche Nutzfläche im Herzen der Altmark. Unsere Anbaustruktur richtet sich dabei in erster Linie nach unserem Eigenbedarf in der Tierhaltung. Nicht überall wachsen aufgrund der Bodengüte Zuckerrüben oder Weizen. Natürtlich spielt auch das eine Rolle in der Anbaustruktur. Wir bauen Roggen, Gerste und Weizen als Getreide an. Weiter stehen in der Fruchtfolge Raps, Zuckerrüben und natürlich Mais für unsere Rinder.

Außerdem bewirtschaften wir 300 ha Grünland. Das wird größtenteils zur Silageproduktion für die Rinder genutzt. Außerdem stehen Teile des des Grünlandes aber auch zeitweise als Weide für unsere Jungrinder zur Verfügung. Auch Heu produzieren wir natürlich selbst um beste Qualitäten für unsere Kälber zu gewährleisten.

Düngung


Der Nährstoffkreislauf im Pflanzenbau fängt da an, wo er in der Tierproduktion aufhört. Die Exkremente werden in Form von Gärresten mit Spezialtechnik auf den Feldern ausgebracht und direkt im Anschluss eingearbeitet. Die Gärreste sind für uns kein Abfallprodukt, sondern ein wertvoller Mehrnährstoffdünger, der zusätzlich die Bodenfruchtbarkeit verbessert. Aus diesem Grund setzen wir unseren Gärrest vorrangig in Mais und auf dem Grünland ein, damit der Humusgehalt im Boden verbessert wird.

In Getreide, Raps und Zuckerrüben setzen wir aus 2 Gründen auf mineralischen Dünger. Einerseits ist die zeitliche Stickstofffreisetzung unkalkulierbar. Andererseits ist auf unseren heterogenen Böden ein teilflächenspezifisches Ausbringen von Dünger besser für uns und die Umwelt. Das setzen wir mit einem Sensor, der permanent den Stickstoffbedarf misst, um.

Natürlich ergänzen wir unsere Böden auch mit anderen Nährstoffen. Kalium, Magnesium, Phosphor und Calcium bringen wir mithilfe von Bodenanalysen auf unseren Feldern aus. Per GPS wird dann auf jedem Hektar nur soviel ergänzt, wie nötig ist.

Aussaat


Ende März bis Anfang April, je nach Witterung, beginnen wir mit der Aussaat der Sommerungen. Zuerst werden die Zuckerrüben gelegt und im Anschluss der Mais für unsere Rinder. Den idealen Termin kann man jedoch immer nur im Nachhinein bestimmen, da das Wetter nur bedingt vorhersehbar ist.

Unsere Winterungen Roggen, Gerste, Weizen und Raps drillen wir etwa ab August. Mit moderner Technik wird das Saatgut hier auf 2-3 cm Genauigkeit in einer Reihe abgelegt. Um doppelt gedrillte Flächen als auch Drillfenster zu vermeiden, setzen wir hier auf automatische GPS Abschaltung. Das schont Ressourcen und die Nerven des Fahrers.

Pflanzenschutz


Natürlich wollen wir unsere Pflanzen gesund halten, um gesunde Lebens- und Futtermittel zu produzieren. Dazu ist es notwendig, die Kulturen vor tierischen und pilzlichen Schaderregern zu schützen. Wir wägen im Vorfeld jeder Maßnahme genau ab, welche Menge sinnvoll ist. Ein Team von umsichtigen Mitarbeitern und auch Berater, die uns zur Seite stehen helfen eine effiziente Lösung zu finden. Anwenderschutz, Bienenschutz und Umweltverträglichkeit sind dabei immer die erste Maßgabe bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln und Blattdüngern. Wenn wir mal in der Dämmerung oder nachts spritzen, liegt das nur daran, dass die Bedingungen oft besser sind.

Ernte


Ab Ende Juni beginnt für uns die Ernte der Marktfrüchte. Bei witterungsbedingt, durchschnittlichen 22 Druschtagen pro Jahr ist Schlagkraft bei der Ernte für gute Qualitäten essentiell. Deshalb setzen wir auf moderne Technik im Mähdrescher, der die Verluste minimiert und einen hohen Durchsatz leisten kann. Damit diese Schlüsselmaschine weniger steht, wird während des Drusches auf einen Überladewagen abgebunkert.

In 3-4 Schnitten pro Jahr wird auch das Grünland beerntet. Um die beste Futterqualität zu gewährleisten, muss die gesamte Kampagne ideal zusammenarbeiten. Dabei ist sauberes, gut angewelktes Gras mindestens genau so wichtig wie das sorgfältige Verdichten im Silo.

Die Maisernte beginnt bei uns ab Ende August. Dann werden je nach Aufwuchs 200 – 350 ha Silomais geerntet. Wieder ist die Schlagkraft ein entscheidendes Kriterium bei Futterqualität. Da unser großes Silo über einige Tage gefüllt wird und die Qualität darunter leidet, ist hier Durchhaltevermögen gefragt.

Bodenbearbeitung


Um gute Bedingungen für die Folgekultur zu schaffen und Herbizide zu sparen, ist der Stoppelsturz unumgänglich. Das Ausfallgetreide (-raps) wird flach eingearbeitet und zum Keimen gebracht um es dann mechanisch wieder einzuarbeiten.

Das Pflanzenbaujahr schliesst und beginnt von Neuem mit der Bodenbearbeitung. Hier wird der Grundstein für die nächste Ernte gelegt. Eine gut durchdachte Bodenbearbeitung hilft dabei gute Auflaufbedingungen zu schaffen, aber auch Wasser und Herbizide zu sparen. Nicht zuletzt wird immer auch die Erosionsgefahr des einzelnen Schlages mit bedacht. Für uns ist das ein immer ein Kompromiss zwischen Pflug und Grubber.

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